Sonntag, 24. September 2017

Sechs Katzen und ein Todesfall - Coco-Katzenkrimi 1

Kurzrezension 


Autor: Marianne Kaindl
Preis: 14,80 €
Ebook: 5,49 €
Seitenanzahl: 176 
Verlag: ABB
Leseprobe: >> gibt es hier <<


Inhalt: 
Das Frauchen verhaftet, der Futternapf leer – und das alles wegen diesem aufgeblasenen Erfolgsguru Franz Frummelmann, den – absurder Gedanke! – Frauchen umgebracht haben soll. Vergiftet, mit Methanol. Katze Coco ist nicht so sehr überzeugt davon, dass die beiden ermittelnden Kommissare der Aufgabe gewachsen sind und beschließt: „Ich werde selbst ermitteln“.
Zur Unterstützung engagiert sie ihre Katzen-Mitbewohner Maxi, Purzel, Merlin, Percy und Goldie. Denn sie selber ist zwar schön, klug und selbstbewusst (findet sie, zu Recht), aber sie ist erst ein Jahr alt, noch unerfahren in den Wirrungen der Kriminalistik und außerdem etwas abgelenkt durch ihre Liebe zu Kater Felix von schräg gegenüber.

Dass so ein Leben als Privatdetektivin ganz schön gefährlich werden kann, das entdeckt sie spätestens dann, als sie bei der Recherche in der Frummelmann GmbH, dem Unternehmen des Ermordeten, einem vietnamesischen Koch zur Vorspeisen-Zubereitung übergeben werden soll…

Meine Meinung: 
Die Erzählperspektive der kleinen, naseweisen Katze Coco ist wirklich sehr unterhaltsam und lustig!

Ehrlich gesagt, hatte ich nicht erwartet, dass mir das Buch sooo gut gefallen würde. Aber ich finde es wirklich großartig!
Marianne, äh verzeih Coco natürlich... also Coco hat hier ein wirklich sehr gutes Buch geschrieben.
Also doch eine Bestsellerautorin die kleine Katze ;)

Spannend, witzig und mit viel Katzencharme werden wir Leser um den Finger gewickelt, damit wir ja nicht aufhören zu lesen.

Die unterhaltsamen Gedanken und Verhaltensweisen der Ermittlerkatzen werden vermischt mit einem schrecklichen Mordfall, der sich am Ende sogar mit dem Wahnsinn vermengt.
Die Liebesgeschichte, die sich nebenbei zwischen dem Frauchen und einem Verehrer entwickelt, lockerte die Stimmung dann doch noch ein wenig auf.
Auch war es eine tolle Überleitung zu Cocos eigener romantischen Begegnung.

Ich bin ja sonst kein großer Fan von Krimis, jedoch werde ich sehr gerne zu weiteren Coco-Katzen-Krimis greifen. Denn typisch sind diese überhaupt nicht.
Ich habe sie alle schrecklich ins Herz geschlossen. Coco natürlich besonders.

Freitag, 22. September 2017

Zeitenzauber 2: Die goldene Brücke

Rezension 


Autor: Eva Völler
Preis: 8,00 € Taschenbuch
Seitenanzahl: 319
Verlag: Baumhaus
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Inhalt: 
Anna, die nun fest zu den Zeitwächtern gehört, steckt mitten in ihren Abiturprüfungen. Da erreicht sie die Schreckensnachricht: Sebastiano steckt im Paris des 17.Jahrhunderts fest. Natürlich macht Anna sich sofort auf den Weg, doch in Paris angekommen, steht sie vor einem großen Problem! Sebastiano hält sich für einen Musketier und erkennt Anna nicht mehr.
Schafft sie es, seine Erinnerungen zu wecken?

Meine Meinung: 
Nach Band 1 musste ich natürlich sofort zu Band 2 greifen! Ich wollte Anna und Sebastiano noch nicht gehen lassen.
Wobei ich sagen muss Anna zeichnet sich auch im zweiten Band größtenteils durch ihre tollpatschige, naive und manchmal einfach nur hilflose Art aus. Zwar alles liebenswerte Eigenschaften, doch nicht immer von Vorteil bei einer geheimen Mission.
Dieses Mal muss Anna nicht nur einen Auftrag ausführen, den sie überhaupt nicht kennt, sondern auch noch ihren Freund dazu bringen, sich wieder an sie zu erinnern. Und da sie im 17.Jahrhundert als Frau ja schlecht einfach hingehen und sagen kann, dass sie auf ihn steht und ihn kennen lernen möchte, muss sie irgendwie dafür sorgen, dass Sebastiano sich erneut in sie verliebt.

Die Verflechtung mit der Geschichte von Paris ist Eva Völler sehr gut gelungen. Richelieu und die Musketiere bilden wirklich eine tolle Kulisse für diesen Roman.
Inhaltlich bietet der Roman wirklich viel: Action, Liebe, Intrigen und geheime Affären!

Der Schreibstil und die Spannung haben mich genau wie bei Band 1 vollends überzeugt und ich kann nur wieder sagen, lest die Bücher bitte.
Die Bücher sind spannend, lustig und einfach wundervoll zu lesen. Der Leser wird ins Buch gezogen und taucht so schnell nicht wieder freiwillig auf.



Donnerstag, 21. September 2017

Die schönsten Märchen

Rezension 


Autor: Hans Christian Andersen
Preis: 12,00 €
Seitenanzahl: 382
Ausgewählt: Horst Maria Lauinger
Übersetzer: Floriana Storrer-Madelung und Gisela Perlet
Verlag: Penguin
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Wenn mich jemand nach einem Märchen von Hans Christian Andersen fragt, fallen mir auf Anhieb immer nur zwei ein: „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzchen“ und „Die kleine Meerjungfrau“.
Doch es gibt noch so viele mehr von ihm…
Nun wollte ich endlich nach langer Zeit mal wieder in Märchen versinken und da kam mir diese Ausgabe aus dem Penguin Verlag grade recht.
Das Cover verzauberte mich und so musste ich es in meine Arme schließen und zwischen den Seiten versinken.

Die Zusammenstellung hier gefiel mir sehr. Es ist wirklich abwechslungsreich und die Märchen sind auch gut arrangiert. Auf kurze Texte folgen etwas längere Erzählungen und entführen uns in eine andere Welt. Bekannte und unbekannte Texte des großen Dichters entführen uns in Träume von Schwänen, Rosen und unsichtbaren Kleidern.

Mit „Däumelinchen“, „Des Kaisers neue Kleider“, „Das hässliche Entlein“ und „Die Schneekönigin“ sind nur einige seiner hier vertretenen Werke. Natürlich fehlen auch die beiden von mir oben erwähnten Märchenerzählungen nicht.
Besonders die mir unbekannten Dichtungen haben es mir sehr angetan. Man kann hier die wunderbare Auswahl wirklich nur loben!
Greift zu diesem Werk und entdeckt eine neue Seite von Hans Christian Andersen.

Mittwoch, 20. September 2017

Frei und gleich geboren - Die Menschenrechte

Rezension 


Autor: Jean-Marc Fiess
Preis: 15,00 €
Seitenanzahl: 18
Verlag: Sauerländer
Verlagswebsite: >> gibt es hier <<



Dieses kleine, sehr aufwendig gestaltete Pop-up-Buch fiel mir zufällig bei der Durchsicht der Neuerscheinungen ins Auge. Eigentlich wollte ich es übergehen und mich nicht näher damit befassen. Doch dann dachte ich daran, dass es nicht heißt, dass diese Rechte auch eingehalten werden… Ja, sie sind festgeschrieben, doch halten sich wirklich alle daran?
Ganz klares Nein…
Täglich… Täglich (!) werden überall auf der Welt eben diese Menschenrechte, die wir doch eigentlich für selbstverständlich halten mit Füßen getreten und verletzt.
Menschen flüchten vor Diktaturen und Kriegen… Eine Gleichbehandlung aller Menschen ist trotz all der grausigen Erfahrungen in der Vergangenheit nicht gegeben…

Hier setzt dieses Büchlein an! Die wichtigsten Artikel der Menschenrechte von 1948 werden hier aufgegriffen und eindrucksvoll in Szene gesetzt. Am Ende des Buches warten dann alle 30 Artikel der Erklärung darauf zu einem späteren Zeitpunkt entdeckt zu werden.

Farblich hält das Buch sich an die Devise weniger ist mehr. Kinder sollen hier nicht  überfordert und von zu viel erschlagen werden. Der Inhalt ist schon schwer genug für sie zu verstehen und doch so wichtig.
Die Szenen wecken teilweise bedrückende Gedanken und Gefühle…
Ein Buch für Kinder und Erwachsene, um gemeinsam einen wichtigen Schritt in Richtung eines friedlichen Zusammenlebens aller Menschen der Welt zu gehen…

Amrita - Am Ende beginnt der Anfang

Gastrezension von Janine

Autor: Aditi Khorana
Preis: 17,99 €
Seitenanzahl: 320
Übersetzer: Peter Klöss
Verlag: Dressler
Leseprobe: >> gibt es hier <<

"Für jeden Menschen, der je geboren wurde, gibt es ein Buch..."

Inhalt: 
Amrita ist die Prinzessin von Shalingar. Eigentlich sollte sie dieses Reich irgendwann regieren. Doch um ihr Volk zu schützen, ist es erforderlich, das sie sich mit Sikander verlobt. Er ist ein grausamer Herscher, der sich viele Länder durch Krieg untertan gemacht hat. Amrita und ihr Vater hoffen, ihr Volk durch diese Verlobung vor einem ähnlichen Schicksal zu bewahren. Doch es soll alles ganz anders kommen.

Meine Meinung: 
Ich habe bei der Leseprobe schon gemerkt, dass der Schreibstil in diesem Buch etwas ganz besonderes hat. Er ist irgendwie weich, märchenhaft und gleichzeitig spannend und fesselnd.
Es war wirklich schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

Die Orte waren wunderbar beschrieben, ich habe alles genau vor mir gesehen. Das ganze Setting war einfach großartig gewählt. Es hat etwas von einem Märchen aus Tausendundeine Nacht.

Dazu enthält das Buch so viel Wahres. Alleine die Parabel vom Land der Bäume beschreibt ganz zutreffend, was manchmal falsch läuft auf der Welt.

Die Charaktere waren authentisch. Ich mochte Amrita und Thala sehr gerne. Auch Amritas Vater und ihre Kinderfrau waren liebenswert.
Sikander war wirklich ekelhaft, er hat es richtig genossen, wie viel Angst die Menschen vor ihm hatten. Aber noch schlimmer fand ich Nico, seine rechte Hand.

Das Buch ist ein Einzelband und es war einfach perfekt für mich. Ich hatte weder das Gefühl, dass zu viel passiert, noch das mir irgendwas fehlt.

Zur Mitte hin hat mich das Buch kurz ein bisschen verloren. Aber das war nur über ein paar Seiten, danach war es wieder einfach packend. Auch mit den Namen hatte ich ein paar Probleme. Beim lesen wusste ich, wer wer ist. Aber als ich das Buch dann zugeklappt hatte, hatte ich es auch gleich wieder vergessen. Aber nach einiger Zeit hat sich das aber auch gegeben.

Zum Schluss möchte ich aber noch darauf hinweisen, dass der Klappentext in Grunde leider schon die ganze Geschichte umreißt.



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Dienstag, 19. September 2017

Auf ewig dein - Time School 1

Rezension 


Autor: Eva Völler
Preis: 15,00 €
Seitenanzahl: 379 
Verlag: ONE
Leseprobe: >> gibt es hier <<


Inhalt: 
Zeitreisen kann ziemlich gefährlich sein. Das weiß Anna nur zu genau, denn seit sie auf ihrer ersten Zeitreise ihr Herz an den gut aussehenden Venezianer Sebastiano verloren hat, musste sie schon so manch brenzlige Situation bestehen. Von der Gründung einer eigenen Zeitwächter-Schule hatte sie sich eigentlich ein etwas ruhigeres Leben versprochen. Aber ihre frisch rekrutierten Schüler sind ausgesprochen eigensinnig, und schon beim ersten größeren Einsatz am Hofe von Heinrich dem Achten geht alles Mögliche schief. Und dann taucht plötzlich völlig unerwarteter Besuch aus der Zukunft bei Anna auf, der ihr komplettes Leben auf den Kopf stellt …

Meine Meinung: 
Ich habe mich bereits bei Band 1 damals, dessen Rezension ich letztens ja nachgeholt habe, so sehr in die Charaktere verliebt, dass es für mich natürlich klar war, jetzt wieder mit Anna und Sebastiano durch die Zeit reisen zu wollen.

Das Cover fasst sich zwar ganz anders an und hat nicht diese gummierte Oberfläche, wie die „Zeitenzauber“-Trilogie, doch nimmt auch hier der Mond eine zentrale Position ein und schafft so eine Verbindung zu den früheren Büchern. Der zarte Schimmer erweckt schon beim bloßen Hinsehen die Magie des Buches zum Leben.

Erzählt wird wieder aus Sicht von Anna, wodurch wir uns natürlich gleich wieder heimisch fühlen. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und hat sich nicht großartig verändert. Wie auch schon bei den früheren Büchern von Eva Völler gefällt mir besonders die Plastizität, die sie durch ihre Schreibweise erweckt. Sie malt Bilder in den Kopf, die den Eindruck erwecken, nur die Hand ausstrecken zu müssen und selbst in Venedig zu sein.
Der Beginn der Story war jedoch etwas langatmig, doch spätestens ab der Hälfte des Buches konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen.

Inhaltlich knüpft Eva Völler natürlich an das Thema der Zeitreisen an. Wie auch vorher müssen bestimmte Dinge verhindert oder herbeigeführt werden, damit die Ordnung der Dinge erhalten bleibt. Allerdings sind Anna und Sebastiano nun nicht mehr alleine unterwegs. Die beiden haben nun eine Zeitreisenakademie gegründet. Wobei ich sagen muss Anna als Lehrerin war an einigen Stellen schon recht amüsant. Ist sie doch bereits in der „Zeitenzauber“-Trilogie oft sehr naiv und stellt sich manchmal einfach völlig bekloppt an… Das Anna und Sebastiano nun erwachsener und reifer sind, hat an Annas Verhalten nicht viel verändert. Hier hätte ich mir gewünscht, dass sie etwas „stärker“ rübergekommen wäre. Die Schüler fand ich doch recht interessant, zumal sie alle aus verschiedenen Zeiten kommen und auch von den Charakteren sehr verschieden sind.
Doch es gibt nicht nur neue Gesichter, auch das Wiedersehen mit bekannten kommt nicht zu kurz.

Überrascht hat mich das Ende. Da es heißt, dass weitere Bände folgen werden, stellte ich mich bereits auf den allseits gefürchteten Cliffhanger ein… und wurde „enttäuscht“. Natürlich freue ich mich darüber, dass das Buch in einer Art Happy-End endet und mich nun nicht ewig zappeln lässt. Es bleiben dennoch einige Fragen und ich freue mich schon sehr auf den nächsten Teil.

Übrigens muss man meiner Meinung nach die „Zeitenzauber“-Trilogie nicht zwingend kennen. Es wird zwar zu Beginn nicht viel erläutert, doch dies ist für die Geschichte auch nicht wirklich notwendig.

Sonntag, 17. September 2017

Zeitenzauber - Die magische Gondel

Rezension 


Autor: Eva Völler
Preis: 8,00 €
Seitenanzahl: 336
Verlag: Baumhaus
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Inhalt: 
Die 17-jährige Anna verbringt ihre Sommerferien in Venedig. Bei einem Stadtbummel erweckt eine rote Gondel ihre Aufmerksamkeit. Seltsam. Sind in Venedig nicht alle Gondeln schwarz? Als Anna kurz darauf mit ihren Eltern eine historische Bootsparade besucht, wird sie im Gedränge ins Wasser gestoßen – und von einem unglaublich gut aussehenden jungen Mann in die rote Gondel gezogen. Bevor sie wieder auf den Bootssteg klettern kann, beginnt die Luft plötzlich zu flimmern und die Welt verschwimmt vor Annas Augen ...

Meine Meinung: 
Ich wollte mich nur kurz vom Stress ablenken und daher auch mal von den Rezensionsexemplaren weg und jetzt bin ich völlig verliebt in diese Reihe und muss unbedingt schnell weiterlesen.

Der erste Band von Eva Völlers "Zeitenzauber" Trilogie hat einfach alles, was ich an Büchern liebe: Spannung, Magie, Historie, eine Prise Liebe und einen unglaublich heißen Typen. *grins*

Ich wurde wirklich großartig unterhalten. Die Geschichte lieferte mehr als einmal spannende Momente, die mich aufkeuchen und mein Herz schneller schlagen ließen.
Der Schreibstil machte mir den Einstieg sehr leicht und die Konstruktion des Zeitreisephänomens ist der Autorin mehr als gut gelungen. Es wirkt nicht zu ausgedacht, sondern relativ realistisch.

Die Protagonisten sind alle abwechslungsreich gestaltet und haben interessante Charaktere.
Anna gefiel mir gleich als Erzählerin, da ich ihre Handlungen super nachvollziehen konnte. Meine eigene Verhaltensweise wäre wohl in ihrer Situation die gleiche gewesen. Charakterlich verändert sie sich nicht sehr stark im Laufe des Buches, aber doch ist eine minimale Wandlung vorhanden.
Sebastiano ist lange Zeit recht undurchschaubar. Er spielt eine Weile den abwesenden, mysteriösen, heißen Kerl. Hihi, ich mag ihn. ;)

Rundherum gibt es noch eine Menge an anderen Figuren, die trotz ihrer nicht allzu großen Rolle toll ausgearbeitet wurden. Vom Gefühl trifft man hier nicht auf Phantome, sondern auf echte Menschen, auch wenn einen der ein oder andere im Laufe der Geschichte doch noch überrascht.

Ich kann euch das Buch wirklich nur empfehlen! Es fesselt, überzeugt durch gute Figuren und liest sich einfach toll!