Sonntag, 23. November 2014

Im Krebsgang

Kurzrezension


Autor: Günter Grass
Preis: 9,90€
Seitenanzahl: 224
Verlag: dtv






Meine Meinung:
Also ich verstehe, warum "Im Krebsgang" von Günter Grass auf literarischer Ebene so interessant sein soll, aber dennoch finde ich das Buch nicht sehr unterhaltsam. 
Der auf den Titel verweisende Erzählstil bewegt sich langsam und träge wie ein Krebs vorwärts.
Während der Inhalt eine spannende Geschichte erzählen könnte, legt Grass den Wert eher darauf, dass auch seriöse Leute über die Thematik des 2.Weltkrieges aufklären sollen; Hier erklärt am Unglück des Flüchtlingschiffes "Gustloff". 
Das für mich einzig Interessante war die Psyche der drei Protagonisten Tulla, Paul und Konrad. 
3 Generationen, die alle aufgrund der Geschehnisse rund um die Gustloff psychisch nicht ganz auf der Höhe sind. 
Wer Unterhaltungsliteratur sucht, sollte hiervon lieber die Finger lassen. 
Wer hingegen literarische Zusammenhänge und einen tieferen Sinn erwartet, der kann ruhig zugreifen, denn damit kann Grass in Massen aufwarten.

Kommentare:

  1. Worum geht es in dem Buch? Die Rezi wirkt auf mich sehr emotional, aber auch etwas ungeordnet :-(

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das es so ungeordnet erscheint, kommt vermutlich daher, dass das Buch selbst sehr durcheinander ist...
      Im Groben geht es um Paul, der auf der untergehenden Gustloff geboren wurde. Seine Mutter Tulla besteht deshalb darauf, dass der Journalist über dieses Unglück berichten soll. Paul weigert sich allerdings. Daraufhin wendet sich Tulla ihrem Enkel Konrad zu, der ihre Aussagen wie ein Schwamm aufsaugt, dadurch aber auch in die rechte Szene gerät und sich immer weiter in dieser verstrickt...
      Günter Grass wollte mit diesem Buch zeigen, dass nicht nur die rechte Szene über bestimmte Themen berichten soll, weil das in die falsche Richtung führen kann.

      Löschen