Sonntag, 30. November 2014

Tessa

Rezension


Autor: Nicola Karlsson
Preis: 18,00 €
Seitenanzahl: 304
Verlag: Graf Verlag
Leseprobe: >> gibt es hier <<






Inhalt:
Tessa ist mitte Zwanzig, hat keinen Job und nun auch keinen Freund mehr… Nach einem Streit mit Nick, flüchtet sie mit einer Freundin in eine nahegelegene Bar und betrinkt sich dort bis zum kompletten Kontrollverlust.
Von ihrer Freundin allein gelassen, kann sie sich gegen den Barmann nicht wehren, der sie hinter dem Gebäude vergewaltigt.
Völlig durcheinander und schockiert findet Tessa den Weg zurück nach Hause, wo Nick sie findet. Tessa ist nicht bereit dem besorgten Mann zu erklären, wo ihre Verletzungen herkommen und zu retten ist die Beziehung zwischen ihnen sowieso nicht mehr, obwohl sie sich nichts sehnlicher wünscht.
Doch ihre krankhafte Eifersucht und depressiven Phasen machen es ihren Mitmenschen auch nicht gerade einfach. Tessa fühlt sich nur gut und attraktiv, wenn sie sich betrinkt und kokst, ob sie die Menschen dabei kennt oder nicht, spielt nicht wirklich eine Rolle.
Tessa braucht dringend Geld, nur ohne Job ist das schwer zu realisieren, so beginnt sie den Leuten Geld zu klauen. Die meisten ihrer flüchtigen Bekannten registrieren das ohnehin nicht, da sie meist noch betrunkener sind als Tessa selbst.
Der Strudel zieht Tessa immer weiter abwärts, dabei will sie doch eigentlich nur geliebt werden, dass sie Liebe dabei oft mit Sex verwechselt, bemerkt sie nicht einmal. Den Sinn für die Gefahr, in der sie sich befindet, hat sie schon längst verloren.

Meine Meinung:
Dieses Erwachsenenbuch beschreibt peinlichst genau, wie Tessa sich fühlt, egal in welchen Situationen. Die detaillierten Beschreibungen sind dabei nicht immer gut gelungen, da sie auf den  Leser auch teilweise abstoßend wirken können.
Auf jeden Fall nichts für schwache Nerven.

Nicola Karlsson zeichnet mit „Tessa“ ein Generationenporträt, das von Alkohol, Sex und Drogen bestimmt wird.
An einigen Stellen ziemlich verwirrend für den Leser, genauso wie den Protagonisten selbst.
Es wird ein trauriger Zweig der Gesellschaft beschrieben, aus dem man nur dann verschwinden kann, wenn man sich selbst eingesteht, dass man Hilfe braucht und auch dazu bereit ist, sich diese gegeben zu lassen, doch das geschieht meist erst dann, wenn das schlimmste Szenario eingetreten ist.

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